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Förderlinie für Wissenschafts- und Datenjournalismus – Growth Grants

Was wir fördern Wen wir fördern Info-Event Wie wir fördern FAQ Wonach wir auswählen Auswahlprozess Guideline Bewerbung Kontakt

Was wir fördern

Wissenschaftsjournalismus, der aufklärend, vermittelnd und kritisch über die Auswirkungen der Forschung auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft berichtet, kommt eine bedeutende Funktion zu. Ebenso wie dem Datenjournalismus, der in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft durch das (partizipative) Erheben, Prüfen und Einordnen von Originaldaten sowie durch (interaktive) Visualisierungen Zusammenhänge verständlich macht.

In Kooperation mit der deutschen Wissenschaftspressekonferenz e.V. (WPK) schreibt der Media Forward Fund seine zweite Förderlinie im Bereich Wissenschafts- und Datenjournalismus aus mit zweijährigen Organisationsförderungen bzw. Projektfinanzierungen in der Regel in Höhe von 200.000 bzw. 400.000 Euro. 

Mit den „Growth Grants“ unterstützen wir gemeinwohlorientierte Medienorganisationen, die ihre finanzielle Tragfähigkeit ausbauen und damit ihre Organisation und ihre wissenschafts- und datenjournalistische Arbeit auf die nächste Entwicklungsstufe heben wollen. 

Ziel ist das Wachstum eines bei der Medienorganisation bereits bestehenden wissenschafts- oder datenjournalistischen Angebots, Formats, Vertriebswegs oder einer Erlösquelle. Geeignete Organisationen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Lücken im Wissenschafts- oder Datenjournalismus zu schließen und nutzen für ihr beantragtes Wachstumsvorhaben idealerweise Herangehensweisen, die sich von bestehenden Ansätzen im DACH-Raum und/oder in ihrem eigenen Markt unterscheiden. Besonderer Fokus liegt auf der partizipativen oder interaktiven Einbindung und/oder Erreichung von Zielgruppen, die bisher von Medien vernachlässigt werden.

Wir wissen den Aufwand zu schätzen, den Organisationen in ihre Bewerbung investieren und sind uns bewusst, dass dieser besonders für kleinere, und jüngere Organisationen eine erhebliche Herausforderung darstellen kann. Wir danken herzlich für dieses Engagement.

Bewerbungsphase

Unsere nächste Ausschreibung startet am 7. September 2026. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Wen wir fördern 

Gemeinwohlorientierte Medienorganisationen, die ihre finanzielle Tragfähigkeit ausbauen und damit ihre Organisation und ihre wissenschafts- und datenjournalistische Arbeit auf eine nächste Entwicklungsstufe heben wollen.

Eine Medienorganisation bzw. ihr beantragtes Wachstumsvorhaben ist geeignet, sofern alle nachstehenden Grundvoraussetzungen an die Förderfähigkeit (Must-haves) erfüllt werden:

  • Registrierter Hauptsitz entweder in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  • Die Organisation muss gemeinwohlorientiert sein. Das bedeutet, dass die Umsätze ihrer Arbeit überwiegend mit der Absicht erwirtschaftet werden, den Journalismus in seiner gesellschaftlichen Aufgabe zur Förderung der Volksbildung und der Demokratie zu stärken.
  • Sie publiziert ihre eigenen journalistischen Inhalte und arbeitet auf Grundlage anerkannter journalistisch-redaktioneller Standards, die sie öffentlich dokumentiert (oder plant dies zu tun) und verpflichtet sich den Grundsätzen ihres landesspezifischen Presserats.
  • Es herrscht eine klare strukturelle und personelle Trennung zwischen redaktionell-inhaltlicher und kommerzieller Leitung. Wenn die Organisation jünger als fünf Jahre und es weniger als zehn VZÄ gibt, muss eine nachweisbare Absicht bestehen, diese Trennung künftig umzusetzen.
  • Es existiert bereits ein funktionierendes gemeinwohlorientiertes Geschäftsmodell. Folglich können ein Proof-of-Concept für die wissenschafts-/oder datenjournalistische Arbeit anhand von Veröffentlichungen sowie ein Product-/Market-Fit nachgewiesen werden, der erste Umsätze aus mehreren Erlösquellen überwiegend aus dem DACH-Raum belegt.
  • Im Zentrum des Vorhabens steht ein klar definiertes Wachstumsziel für ein bei der Medienorganisation bereits bestehendes wissenschafts- oder datenjournalistisches Angebot, Format, Vertriebsweg oder einer Erlösquelle, anstatt eine reine Existenzförderung zu beantragen, die laufende Grundkosten decken soll.

Der Media Forward Fund kann derzeit keine Förderungen vergeben für:

  • Schulen, Hochschulen, öffentliche Forschungseinrichtungen, Kunst- und Bildungsprojekte
  • öffentlich-rechtliche Medien
  • Interessensverbände, Thinktanks
  • Einzelunternehmen oder Einzelpersonen, die nicht Teil einer Organisation sind, sowie Personengesellschaften (Für DT: GbR, OHG, KG, PartG ; für AT: OG, KG, e.U. GesbR ; für CH: e.G. , KIG, KG)
  • Service- und Technologieanbieter
  • Plattformen, die mehrheitlich journalistische Inhalte Dritter kuratieren
  • PR- oder Nachrichtenagenturen
  • Produktionsfirmen, die keine neuartige Herangehensweise nachweisen und somit auch keinen Beitrag zur Transformation des Mediensektors leisten können
  • Organisationen, die sich noch in Gründung befinden

Info-Event

Wir veranstalten ein Online-Info-Event (auf Deutsch) im Umfang von ca. 60-90 Minuten, um euch den Media Forward Fund und den Auswahlprozess für die Growth Grants der Förderlinie für Wissenschafts- und Datenjournalismus vorzustellen. Fragen können vorab mit der Anmeldung eingereicht oder live beim Event gestellt werden.

Das Info-Event wird voraussichtlich an folgendem Datum stattfinden:

7. September 2026: online 12:30-14:00 Uhr (deutsch)

Wie wir fördern

Organisationsförderung

für kleine Non-Profit-Medien-organisationen

Für kleine gemeinnützige Medien-organisationen vergibt der Fund Organisationsförderungen (inkl. projektungebundener Kosten) von in der Regel bis zu 400.000 Euro für zwei Jahre. 

Kleine Medien haben bis zu 30 Vollzeitäquivalente in der gesamten Organisation. 

Projektförderung bzw. -finanzierung

für kleine For-Profit- und große Medienorganisationen

Für kleine gemeinwohlorientierte For-Profit-Medienorganisationen stellt der Fund in der Regel bis zu 400.000 Euro für zwei Jahre bereit. *

Große Medienorganisationen – egal ob Non-Profit oder For-Profit – sind förderfähig, wenn sie Projekte im Verhältnis 50:50 kofinanzieren. In der Regel werden bis zu 200.000 Euro für zwei Jahre bereitgestellt. *


* Im Fall von For-Profit- Organisationen handelt es sich bei den Summen um Bruttoangaben.

Große Medien haben mehr als 30 Vollzeitäquivalente in der gesamten Organisation.

Zusätzlich zu unserem finanziellen Beitrag stellt der Media Forward Fund unseren Förderpartner*innen mit dem Upskilling-Angebot auch ergänzende Formen der Unterstützung bereit. Dazu zählen thematische Deep Dives, Learnings Visits und Coaching. Konkrete Bedarfe eruieren wir dabei gemeinsam im Dialog. 


Der Media Forward Fund kann keine Förderungen vergeben für:

  • Gründung von Organisationen
  • Kongress- und Netzwerkanlässe, Events
  • Studien, Begleitforschung, einzelne Recherchevorhaben
  • Stipendien
  • (Pilotierung) technischer Lösungen oder eines Services für Medienschaffende oder Medienhäuser (Infrastruktur)
  • Nachfinanzierung eines bereits laufenden Projekts
Übersicht förderfähige Kosten
 Organisationsförderung Projektfinanzierung

Personalkosten

Gehaltskosten, die weder unmittelbar noch regelmäßig ausbezahlt werden, wie z. B. Sonderzahlungen, Sachleistungen, Prämien und andere Leistungen sowie Abfertigungen sind nicht förderfähig

Angestellte (Voll- und Teilzeit)Angestellte (Voll- und Teilzeit)
Büro- und Verwaltungsausgaben
  • Büromiete
  • Büromaterial
  • allgemeine Buchführung
  • IT-Systeme
  • Kommunikation (z.B. Telefonie)
/

Reise- und Unterbringungskosten 

Reisekosten richten sich nach dem Bundesreisekostengesetz und der Übersicht zu Übernachtungspauschalen 2023/2024 im Ausland des Bundesfinanzministeriums

  • Reise mit öffentl. Verkehrsmitteln und Flugzeug
  • Anmietung von Mietwagen
  • Unterbringungskosten

max. 10% der beantragten Fördersumme

  • Reise mit öffentl. Verkehrsmitteln und Flugzeug
  • Anmietung von Mietwagen
  • Unterbringungskosten

Dienstleistungen

Honorare für freie Dienstnehmer*innen, Beratung, Werkleistungen

  • Erstellung von Studien oder Erhebungen (z. B. Bewertungen, Strategien, Konzeptpapiere, Planungskonzepte, Handbücher);
  • Entwicklung, Änderungen und Aktualisierungen von IT-Systemen und Websites
  • Rechtsberatung und Notariatsleistungen, technische und finanzielle Expertise
  • Prüfungsdienstleistungen;
  • Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Organisation und Durchführung eigener Veranstaltungen oder Sitzungen (z.B. Dolmetscherdienste, Moderation, Honorare / Aufwandsentschädigungen für Expert*innen / Speaker*innen, Facilitators, Einlasspersonal, Techniker*innen);
  • Übersetzungen
     
  • Dienstleistungen im Zusammenhang mit Konzeption, Analysen und Evaluation
  • Rechtliche Beratung im Kontext des Projektes
  • Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Organisation und Durchführung eigener Veranstaltungen oder Sitzungen (z.B. Dolmetscherdienste, Moderation, Honorare / Aufwandsentschädigungen für Expert*innen / Speaker*innen, Facilitators, Einlasspersonal, Techniker*innen);
  • Übersetzungen
Kosten im Zusammenhang mit eigenen Veranstaltungen oder Sitzungen (außer Dienstleistungen, s.o.)
  • Catering
  • Miete für Veranstaltungs-/Tagungsraum
  • Catering
  • Miete für Veranstaltungs-/Tagungsraum
Aus- und Weiterbildung
  • Teilnahmegebühren für Schulungen und Trainings
  • Teilnahmegebühren für Veranstaltungen 
  • Teilnahmegebühren für Schulungen und Trainings
  • Teilnahmegebühren für Veranstaltungen 
Kosten für die Anschaffung technischer Anlagen und Maschinen, insbes. aktivierbare Investitionen in materielle Anlagewerte
  • Büroausstattung
  • IT-Hard- und Software
  • Mobiliar und Ausstattung
  • Maschinen und Instrumente
/
Sammelposition "unvorhergesehene Kosten" max. 2 % der beantragten Fördersumme/

Zwischen redaktionellen und vertrieblichen Kosten sollte ein ausgewogenes Verhältnis gewährleistet sein. 

Wir bitten außerdem zu beachten, dass wir bei Non-Profit-Medienorganisationen keine Kosten finanzieren können, die dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen sind. Das sind zum Beispiel Kosten für den Betrieb oder die Entwicklung eines Online-Shops zur Vermarktung von Produkten oder der Verkauf von Getränken / Speisen im Rahmen von eigenen Veranstaltungen.

Bei einer Zusammenarbeit mit einer For-Profit-Medienorganisation können wir keine Aktivitäten unterstützen, welche die gewerblichen Vertriebsaktivitäten des For-Profit-Unternehmens stärken (z.B. ein Newsletter, der nur an zahlende Abonnent*innen ausgesendet wird oder veröffentlichte Inhalte, die hinter einer Paywall liegen). Zudem dürfen keine Wirtschaftsgüter durch die Mittel des Media Forward Fund finanziert werden, die – unentgeltlich – in das Eigentum der For-Profit-Organisation übergehen (zum Beispiel die Programmierung einer App, die eine Erhöhung des Verkaufswerts der App und somit auch des Unternehmens zur Folge hätte oder die Entwicklung einer Online-Plattform).

Zeitplanung Ausschreibung Growth Grants Wissenschafts- und Datenjournalismus 2026
Phase Auswahlprozessvorläufiger Zeitraum (Anpassungen sind möglich)
Info-Event (online)7. September 2026: 12:30 - 14:00 Uhr (deutsch)
Kurzintro7. September bis 18. September 2026 
Beurteilung der Förderfähigkeit und Entscheidung über Einladung zu Erstgespräch
Erstgesprächfortlaufend bis 09. Oktober 2026
Beurteilung der Förderfähigkeit und Entscheidung über Einladung zu Antragserstellung
Beratungsgespräche Antragsdesign12. Oktober bis 16. Oktober 2026 

Antragserstellung

(innerhalb von max. drei Wochen)

19. Oktober bis 06. November 2026
Due Diligence & Erstellung Pitchdeck30. November bis 18. Dezember 2026
Pitch vor der Jury20. Januar 2027 
Förderentscheidung KW 4/2027 
Vorhabenstart spätestens zwei Monate nach erfolgter Zusage 

Häufig gestellte Fragen

Auf unserer FAQ-Seite finden sich Antworten auf häufig gestellte Fragen zu dieser Förderlinie.

Zur FAQ-Seite

Wonach wir auswählen

Im Auswahlprozess stehen drei Bereiche im Vordergrund: eure journalistische Arbeit, eure Organisation und das beantragte Wachstumsvorhaben. Ausschlaggebend für die Beurteilung sind hierbei die folgenden fünf übergeordneten Auswahlkriterien: 

Transformation
  • Wir fördern gemeinwohlorientierte Medien und Projekte, welche die Rolle der Medien in unserer Gesellschaft nachhaltig stärken und einen transformativen Mehrwert für den Mediensektor schaffen können. Dabei setzen sie auf Herangehensweisen, die sich von bestehenden Ansätzen im DACH-Raum und/oder in ihrem eigenen Markt abheben. 

  • Wir glauben, dass die Nachhaltigkeit des Journalismus insbesondere von veränderten Arbeitsabläufen in den Redaktionen, der Interaktion mit Nutzer*innen und dem Mut zu neuen Geschäftsmodellen abhängt. Denn es zeigt sich, dass das Festhalten an althergebrachten Modellen inzwischen viel riskanter geworden ist als neue Modelle auszuprobieren.

Wir prüfen deshalb unter anderem das Transformationspotenzial der Förderung für die Organisation nach innen durch die Realisierung eines nächsten Entwicklungsschritts und nach außen durch die Anwendung neuer Herangehensweisen. In diesem Kontext interessiert uns, ob ein tragfähiges und zukunftsfähiges Geschäftsmodell für die wissenschafts- oder datenjournalistische Arbeit in Aussicht steht, ein Skalierungspotenzial vorliegt, das Verhältnis von Kosten und erwartbarer Wirkung im Förderantrag stimmig ist, und ob das Wachstumsvorhaben Teil einer langfristigen Strategie ist. 

Nutzerzentrierung
  • Wir fördern wissenschafts- und datenjournalistische Wachstumsvorhaben von Medien, die für (lokale) Gemeinschaften aufklärend, vermittelnd und kritisch über die Auswirkungen wissenschaftlicher Ergebnisse und Entwicklungen berichten oder durch überzeugende Analysen sowie Visualisierung von Daten Vertrauen in einer vernetzten Gesellschaft fördern, die Teilhabe an (politischen) Entscheidungen ermöglichen, und die für eine pluralistische Gesellschaft sowie für die liberale Demokratie eintreten.

  • Medien, die den Informationsbedarf der Allgemeinheit oder einer spezifischen Nutzergruppe decken wollen, müssen vertrauenswürdig sein.

Wir prüfen deshalb unter anderem den nutzerzentrierten Arbeitsfokus und die Bedarfsanalyse in der Zielgruppe.

Vielfalt
  • Wir fördern insbesondere Projekte, die „underserved communities“ partizipativ einbinden und/oder für sie berichten, damit der Journalismus in Zukunft allen gesellschaftlichen Gruppen besser dient – insbesondere jenen, die in der Vergangenheit in den Medien vernachlässigt wurden.

Wir prüfen deshalb unter anderem inwieweit das Vorhaben eine Lücke im Wissenschafts- oder Datenjournalismus adressiert, den partizipativen und inklusiven Charakter der Berichterstattung insbesondere für „underserved communities“ und die Repräsentation dieser Zielgruppen in den eigenen Reihen der antragsstellenden Organisationen. 

Unabhängigkeit
  • Wir fördern Medien, damit diese auch in Krisen kritisch und unabhängig berichten –
    auch unabhängig von uns: Wir mischen uns niemals in die Berichterstattung der geförderten Medien und Projekte ein. Die Pressefreiheit ist einer der Grundpfeiler der liberalen Demokratie.

Wir prüfen deshalb unter anderem die (nachweisbar vorgesehene) strukturelle und personelle Trennung zwischen redaktionell-inhaltlichen und kommerziellen Bereichen, die redaktionelle Unabhängigkeit im Kontext von Medienkooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen und von Anzeigeaufträgen sowie eine strategische Organisationsentwicklungs- und langfristig nachhaltige Finanzplanung basierend auf mehreren Erlösquellen. 

Qualität
  • Wir finanzieren wissenschafts- und datenjournalistische Projekte von Medien, die ihre Arbeit entlang der allgemeingültigen journalistisch-redaktionellen Anforderungen an die jeweilige Sparte ausrichten. Im Mittelpunkt des Qualitätsjournalismus stehen zudem Wahrhaftigkeit, Sorgfalt, Sachlichkeit, Transparenz und Unabhängigkeit.

Wir prüfen deshalb unter anderem die Selbstverpflichtung zur Arbeit nach den Grundsätzen des länderspezifischen Presserats, festgeschriebene redaktionelle Standards im Einklang mit demokratischen Werten und institutionalisierte Mechanismen, um diese zu überwachen, die transparente Kennzeichnung fremder, kommerzieller und gesponserter Meinungsbeiträge, das Vorhandensein fachlicher und wissenschafts- oder datenjournalistischer Kompetenz und die Offenlegung von Finanzquellen.

Zusätzlicher Hinweis:

Die Förderwürdigkeit wird zudem von den folgenden zusätzlichen Kriterien bedingt: 

  1. Durchschnittlicher Anteil eigener veröffentlichter Werke (also keine Agenturmeldungen, keine aggregierten/kuratierten Werke Dritter und keine überwiegend KI-generierten Inhalte) an all den veröffentlichten Werken der Gesamtorganisation liegt im Jahresschnitt über 70%. 

  2. Anteil der regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen von Nutzenden am gesamten digitalen Erlös der Gesamtorganisation (ohne E-Paper bei Printverlagen) liegt über 30 %. (Gilt nur für große Medien)

Auswahlprozess

1. Kurzintro

Mit dem Ausfüllen des kurzen Online-Formulars steigt ihr in den Bewerbungsprozess ein. Ihr bestätigt, dass ihr unsere Grundanforderungen der Förderwürdigkeit erfüllt, stellt euch kurz vor – und vor allem: Präsentiert ihr euer Wachstumsvorhaben prägnant und überzeugend. 

Achtet bitte darauf, dass der Link zur Kurzintro aus technischen Gründen nur einmal genutzt und eure Antworten auf die Fragen nicht zwischengespeichert werden können. Es erfolgt keine automatische Eingangsbestätigung.

Vorschau Kurzintro 

2. Erstgespräch

Sofern ihr förderwürdig seid und euer Wachstumsvorhaben aus der Kurzintro zu unseren Förderzielen passt, möchten wir euch gern bei einem maximal 30-minütigen Telefon-/Videogespräch näher kennenlernen. Für das Gespräch sollte kein zusätzlicher Vorbereitungsaufwand anfallen. 

Vorschau Leitfragen Erstgespräch

3. Erstellung Förderantrag (davor freiwilliges Beratungsgespräch zum Antragsdesign)

Wenn ihr uns im Erstgespräch hinsichtlich unserer fünf übergeordneten Auswahlkriterien überzeugt habt, erhaltet ihr von uns eine Einladung zur Antragserarbeitung. Bevor ihr jedoch mit dem Antrag loslegt, habt ihr die Option für ein freiwilliges Beratungsgespräch. Ziel des Gesprächs ist es, gemeinsam inhaltliche und formelle Fragen zu klären und Ideen für die Ausgestaltung eines geeigneten Vorhabens sowie für die Entwicklung eines überzeugenden Antragsnarrativs auszutauschen.

Für die Ausarbeitung eures Förderantrags und die dazugehörigen Anlagen habt ihr insgesamt 3 Wochen Zeit. 

Vorschau Förderantrag

Eurem Antrag sind außerdem folgende Anlagen beizufügen:

  • Vorhabenplan anhand von Meilensteinen
  • Finanzierungsübersicht und -planung (inkl. Betriebsbudgetplan für das laufende Jahr)
  • Traffic- und Lesermarktplanung für das laufende Jahr inkl. Angaben zu eurer wissenschafts- oder datenjournalistischen Arbeit
  • aktueller oder vorläufiger Jahresabschluss des letzten Geschäftsjahres
  • aktueller Vereins- oder Handelsregisterauszug (inkl. Gesellschafterliste)
  • nur bei Non Profit Organisationen aus Österreich oder der Schweiz: ausgefülltes und unterzeichnetes Formular zum Status der Non-Profit-Einrichtung mit den entsprechenden Anlagen
  • nur bei gemeinnützigen Organisationen mit Sitz in Deutschland: Nachweisdokument zum gemeinnützigen Status - je nach Rechtsform und Gründungsdatum entweder die Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid oder der Freistellungsbescheid oder der Bescheid über die Feststellung der Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen nach § 60a Absatz 1 (wenn der Organisation bisher kein Freistellungsbescheid oder keine Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid erteilt wurde)
  • für das Vorhaben relevanter letzter Jahresbericht (optional)
  • Redaktionsstatuten (optional)
  • Strategie- oder Businessplan (optional)
  • Evaluationsbericht(e) (optional)

Vorschau Meilensteinplan

Vorschau Traffic- & Lesermarktplanung

Vorschau Kosten- und Finanzierungsplan 

4. Due Diligence & Pitchdeck

Nach umfassender Prüfung eures Antrags setzen wir den Auswahlprozess mit den aussichtsreichsten Vorhaben fort. Dabei unterstützen wir euch mit Feedback bei der Erarbeitung eures Pitchdecks und bei etwaigen Nachbesserungen von euren Anträgen, während wir im Media Forward Fund-Team den Due Diligence-Prozess zu euren Organisationen vertiefen.

5. Pitch vor der Jury 

Im letzten Schritt stellt ihr euer Vorhaben auf Grundlage eures Pitchdecks unserer Jury in einem 30-40-minütigen Pitch persönlich in Berlin vor. Pro Organisation werden die Reisekosten für bis zu zwei Personen von uns übernommen. 

Anschließend erhaltet ihr Rückmeldung von uns über die Entscheidung der Jury.

Solltet ihr dieses Mal nicht erfolgreich gewesen sein, habt ihr die Möglichkeit, ausführliches Feedback zu erhalten.

Guideline Bewerbung

In unserer Guideline zur Bewerbung findet ihr neben einer Checkliste zu unseren Anforderungen für eure Förderfähigkeit die wichtigsten Infos zur Kurzintro, dem Antrag und der Due-Diligence-Prüfung sowie dem Pitch vor der Jury zusammengefasst. 

Guideline zur Bewerbung

Kontakt & Feedback

Als noch sehr junge Organisation verstehen wir uns als Team, das mit und von seinen Bewerbenden und Förderpartner*innen lernt. Wenn ihr also Feedback zu unserer Website, unserem Bewerbungs- und Auswahlprozess oder der Zusammenarbeit mit uns habt, schreibt uns gern hier anonym oder meldet euch unter funding@mediaforwardfund.org.